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Wasserwirtschaftlicher Monatsbericht Hessen für Juni 2026

Wärmster Juni seit Wetteraufzeichnung

Die Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser basiert in Mittelhessen maßgeblich auf Grundwasser. Aktuelle Auswertungen des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) im Monatsbericht Juni 2026 zeigen, noch nie in der Messreihe war es in Hessen so warm wie im vergangenen Juni. Bemerkenswert war die Hitzewelle in der dritten Dekade. ein differenziertes Bild der Wasserverfügbarkeit in der Region. Für Wasserversorger, Kommunen und Industrie bleibt die vorausschauende Bewirtschaftung zentral, um Versorgungssicherheit, Ressourcenschutz und Infrastrukturstabilität zu gewährleisten.

Witterung

Die mittlere Lufttemperatur lag im Juni mit 19,6 °C über dem langjährigen Monatsmittel (16,3°C) in Hessen. Die Sonnenscheindauer betrug im Juni in Hessen 247 Stunden. Der langjährige Mittelwert wird um 18 % überschritten. Der sonnigste Juni war 2023 mit 317 Stunden Sonnenschein. Der trübste Juni war im Jahr 1956 mit 112 Stunden Sonnenschein.


Der Gebietsniederschlag in Hessen lag im Juni bei 62 l/m² und lag damit 5 % unterhalb des langjährigen Monatsmittels.Einige Mittelgebirgslagen wie der Westerwald, der Spessart, der Reinhardwald aber auch der Burgwald stechen durch höhere Niederschlagsmengen hervor. Maximal wurden Regenmengen um 100 l/m² gemessen. Daran anschließend summierte sich die Niederschlagsmenge im Norden von Hessen, besonders im Einzugsgebiet der Werra und Fulda auf Menge zwischen 40 und 60 l/m² auf. In den Becken- und Tallagen Hessens fallen die Regenmengen geringer aus und zwischen Lahn und Wetterau fielen regional nur rund 30 l/m². An der Station Marburg-Lahnberge fielen 53 l/m² Niederschlag. Damit wurde das langjährige Mittel um 17 % unterschritten. In der Wetterau und dem östlichen Taunus wurden dabei die geringsten Niederschläge für den Berichtsmonat gemessen.

Aktuelle Grundwassersituation und Prognose

Die Grundwassersituation war im Juni durch das hydrologische Sommerhalbjahr geprägt, in dem saisonal bedingt sinkende Grundwasserstände typisch sind.

Im Mai wiesen:

  • 28 % der Messstellen sehr niedrige Grundwasserstände auf (Vormonat: 25 %)
  • 11 % niedrige Grundwasserstände (Vormonat: 13 %)
  • 50 % normale Grundwasserstände (Vormonat: 52 %)
  • 5 % hohe Grundwasserstände (Vormonat: 5 %)
  • 1 % sehr hohe Grundwasserstände (Vormonat: 3 %) auf.

Im Vergleich zum Juni 2025 lagen die Grundwasserniveaus an 80 % der Messstellen niedriger.

Fallende Grundwasserstände im hydrologischen Sommerhalbjahr, auch bei durchschnittlichen Niederschlags-verhältnissen, stellen den Normalfall dar, dennoch bleibt der sorgsame Umgang mit unserem Trinkwasser und das Wassersparen dringend geboten.